Null Promille in der Schwangerschaft

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Eine ungefährliche Alkoholmenge für schwangere Frauen gibt es nicht Eigentlich ist das allgemein bekannt – trotzdem wollten Prof. Marvin Diaz und seine Mitarbeiter einen hieb- und stichfesten Beweis dafür vorlegen. Sie versetzten die Atemluft von trächtigen Rattenweibchen ab dem 12. Schwangerschaftstag sechs Wochen lang mit Alkoholdämpfen (eine Kontrollgruppe atmete normale Luft). Als die Rattenbabys zur Welt kamen, untersuchten die Forscher ihren Nervositätsgrad. Die Ratten, deren Mütter die alkoholgetränkte Luft geatmet hatten, waren deutlich unruhiger als ihre Altersgenossen aus der Kontrollgruppe. Die Wissenschaftler vermuten, dass es bei Menschen ähnlich wäre.

Tiere zur Gesundheit

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Haustiere verbessern die Gesundheit ihrer Besitzer Ein Forschungsteam um Dr. Helen Brooks von der University of Liverpool hat 17 große internationale Publikationen über die Auswirkungen der Heimtierhaltung analysiert. Das Hauptaugenmerk der Wissenschaftler galt besonders dem Einfluss der Vierbeiner auf den psychischen Zustand ihrer Halter. Dabei zeigte sich: Je enger das Verhältnis zwischen Mensch und Tier, desto besser ist der psychische Zustand der Menschen. Die Kehrseite der innigen Verbindung ist allerdings leider, dass der Tod des geliebten Vierbeiners den Menschen auch stärker mitnimmt.

Eine Liste, die glücklich macht

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Positives Denken kann man verstärken. Das hat eine Gruppe amerikanischer Forscher bewiesen.

Die Wissenschaftler baten über 1.000 Personen, acht Themen aufzuschreiben, an die sie gerne denken. Danach wurden die Teilnehmer aufgefordert, einige Minuten lang an diese Dinge zu denken. Die Teilnehmer der einen Gruppe hatten Zugang zu ihren Listen, die Teilnehmer der anderen Gruppe nicht. Die Teilnehmer der ersten Gruppe empfanden ihre abgerufenen Erfahrungen als viel angenehmer. Die Forscher erklären das Ergebnis so, dass die Liste die Entscheidung erleichterte, woran die Probanden in dem jeweiligen Augenblick denken sollten.

Schweden unehrlicher als Italiener?

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Eine Gruppe italienischer Forscher unter der Führung von Giulia Andrighetto von der Universität in Fiesole hat untersucht, wer die ehrlicheren Steuerzahler sind: Schweden oder Italiener.

Als die Wissenschaftler diese zwei Nationen wählten, ließen sie sich bewusst von Vorurteilen leiten. Demnach sollen Schweden rückhaltlos ehrlich sein, während Italiener angeblich gerne ein wenig betrügen. Andrighetto fand heraus, dass Schweden entweder sehr ehrlich oder sehr unehrlich waren, während Italiener sich häufiger Betrügereien erlaubten, dafür meist in kleineren Ausmaß.

Verliebt in den Verstand

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Ziehen intelligente Menschen Sie an? Dann sind Sie möglicherweise sapiosexuell Wer die sexuelle Anziehungskraft anderer Menschen anhand von ihrer Intelligenz beurteilt, gilt als sapiosexuell. An der University of Western Australia befragten Dr. Giles Gignac und sein Team rund 400 Menschen unter diesem Gesichtspunkt und kamen zu dem Ergebnis, dass zehn Prozent der Untersuchten die Neigung haben, Menschen, die ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen, unter einem solchen Blickwinkel zu betrachten und einzuschätzen. Interessanterweise gaben die sapiosexuellen Untersuchten an, dass sie an anderen Menschen vor allem „Freundlichkeit und Einfühlungsvermögen“ attraktiv fänden.

Erfolg bei Frauen durch Musik

Musik macht Männergesichter für Frauen attraktiver.

Das haben Manuela M. Marin und ihr Team von der Universität Wien herausgefunden. Die Forscher spielten heterosexuellen Männern und Frauen verschiedene Klavierstücke vor. Nach jedem Stück sollten die Teilnehmer dann Gesichter von Personen des jeweils anderen Geschlechts bewerten. Frauen, die der Musik gelauscht hatten, fanden die gezeigten Männergesichter anschließend im Durchschnitt schöner als die Teilnehmerinnen einer Kontrollgruppe. Besonders deutlich zeigte sich dieser Effekt, wenn die Frauen komplexe und als stimulierend eingestufte Stücke gehört hatten. Auf Männer hatte die Musik dagegen keinen solchen Effekt.

Beliebte Nachmacher

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Wer andere beim Kennenlernen nachahmt, macht sich beliebt – zumindest innerhalb des eigenen Geschlechts.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Freien Universität Berlin und der Uni Leipzig. In einem Versuch analysierten Maike Salazar-Kämpf und vier weitere Wissenschaftler das Kennenlernverhalten von 139 Teilnehmern, die sie in Kleingruppen einteilten. Die Mitglieder dieser Gruppen begegneten sich zu kurzen Gesprächen. Davor und danach sagten die Teilnehmer, wie sympathisch sie die jeweiligen Gesprächspartner fanden.
Dabei wurde deutlich: Teilnehmer, die andere nachahmten, konnten mehr Punkte in den Gesprächen sammeln. Die Erklärung der Forscher: Durch Mimikry teilen wir unbewusst mit, dass wir jemanden mögen. Das wirkt wiederum sympathisch auf andere.

Obdachlos aber glücklich

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Können Obdachlose glücklich sein?

Eine Antwort auf diese Frage suchten spanische Forscher um Sonia Panadero. Sie befragten eine repräsentative Gruppe von Obdachlosen aus Madrid. Über die Hälfte erklärte, dass sie sich glücklich fühlen. Ihre Zufriedenheit wurde unter anderem durch ihren Gesundheitszustand und ihre Beziehungen zu anderen Obdachlosen beeinflusst.

Kurkuma hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge

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Das beliebte Gewürz besitzt viele gesundheitsfördernde Eigenschaften Wissenschaftler von der Univeristy of California haben 20 Versuchsteilnehmern im Alter von 51 bis 84 Jahren anderthalb Jahre lang Kurkumin (den Grundbestandteil von Kurkuma) in hoher Dosierung verabreicht – zwei Mal täglich 90 mg. Eine Vergleichsgruppe von 20 Versuchspersonen bekam in derselben Zeitspanne dieselbe Dosis eines Placebos. Bei den Teilnehmern, die regelmäßig das Kurkumin einnahmen, ließ sich nicht nur eine deutliche Verbesserung des Erinnerungsvermögens feststellen, sondern auch ein verminderter oder ganz ausbleibender Anstieg der für die Alzheimer-Krankheit verantwortlichen Eiweißkörperchen.

Gespräche retten die Ehe

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Regelmäßige Gespräche über Beziehungsthemen haben einen positiven Einfluss auf die Ehe.

Das zeigen unter anderem Untersuchungen von britischen Forschern: Donald Rogge und Rebeka J. Cobb. Sie haben einige hundert Ehepaare gebeten, sich drei Jahre lang einmal in der Woche gemeinsam Filme über verschiedene Beziehungsthemen anzusehen und danach über diese zu sprechen. Nach drei Jahren stellte sich heraus, dass die Scheidungsrate in der untersuchten Gruppe um die Hälfte niedriger war als im gesellschaftlichen Durchschnitt.

Schlechte Laune annehmen!

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Menschen, die negative Gefühle akzeptieren können, sind im Schnitt glücklicher.

Das schreiben Wissenschaftler um Iris Mauss von der University of California in Berkeley im „Journal of Personality and Social Psychology“. Die Forscher beobachteten diesen Zusammenhang in drei verschiedenen Experimenten mit insgesamt rund 1300 Teilnehmern.
Bei einem der Experimente sollten Versuchspersonen eine spontane Rede im Rahmen eines fingierten Bewerbungsgespräches halten. Zur Vorbereitung hatten die Teilnehmer nur zwei Minuten Zeit. Danach wurden sie gebeten, Auskunft über ihre Gemütslage zu geben. Probanden, die nervös wurden und sich gleichzeitig darüber ärgerten, zeigten sich gestresster als Teilnehmer, die die negativen Gefühle einfach annahmen, ohne sie zu bewerten. Menschen, die sich zu sehr mit ihrer schlechten Laune beschäftigen und diese zu kontrollieren versuchen, können dadurch in eine negative Denkspirale geraten, vermuten die Wissenschaftler.