Soziologen und Architekten erforschen, warum es so viele Nicht-Orte gibt, wann wir uns an Orten wohlfühlen und welche Anforderungen für moderne Städte entstehen.

TEXT Maria Lewicka

Eine Redewendung der Goralen, einer Bevölkerungsgruppe im polnischen Beskiden-Gebirge besagt: Unter uns Menschen gebe es die pnioki, die krzoki und die ptoki. Erstere glichen knorrigen, tief verwurzelten Baumstümpfen, die Zweiten seien wie kürzlich gepflanzte, weniger verwurzelte Büsche und Letztere wie rastlose Zugvögel. Gemeinsam ist ihnen allen, einschließlich der Zugvögel, dass sie einen Ort brauchen, mit dem sie sich verbunden fühlen.
Dem bekannten Soziologen Manuel Castells zufolge besteht die Welt aus zwei durch unsichtbare Barrieren voneinander getrennten Räumen: dem Raum der Orte und dem Raum der Ströme. Die heutige Gesellschaft organisiert sich im Umfeld des zweiten Raumes – über die Staatsgrenzen fließen Kapital, Informationen, Technologien, Bilder, Töne. Und auch unser Leben befindet sich im stetigen Fluss. Kein Wunder, dass wir in einer immer mobileren Welt immer dringender nach unserem Platz suchen.

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