Ist Ihr neues Kennwort wirklich nicht zu knacken? Verraten Ihre intelligenten Elektrogeräte, wann Sie nicht zu Hause sind? Die digitale Technik birgt viel Angriffsfläche für Datenklau. Auch Psychologen suchen nach Lösungen, uns zu schützen

TEXT Stephanie Pappas
illustrationen MONIKA PISZCZEK

Im Oktober 2018 gab der US-Rechnungshof (GAO) einen beängstigenden Bericht heraus, wonach die amerikanischen Waffensysteme höchst anfällig für Hackerangriffe seien. Die Gefahr, so der GAO, gehe nicht nur von genialen Hackern aus. Vielmehr liege der Fehler auch bei den Beschäftigten des Verteidigungsministeriums, die grundlegende Sicherheitsregeln nicht konsequent beachteten. Etwa ersetzen viele das voreingestellte Kennwort nicht durch ein eigenes. Bei einem Test konnten falsche Hacker der Regierung ein Administratorkennwort in gerade einmal neun Sekunden erraten.
Die Raketen und Bomben des US-Verteidigungsministeriums haben gewiss besseren Cyberschutz nötig, doch die Beamten stehen mit ihrer gescheiterten IT-Sicherheit nicht allein da. Branchenbefragungen von LogMeIn 2018 und Keeper 2017 zufolge schludert mindestens jeder Zweite bei der Sicherheit, indem er etwa immer wieder dasselbe Kennwort benutzt. Dieses Problem wird sich zwangsläufig verschärfen, denn die Technik durchdringt zunehmend unseren Alltag. Heutzutage fänden sich Computer nicht nur auf Schreibtischen, sondern in Hosentaschen, Thermostaten, Kühlschränken, Türklingeln und dem Familienauto, so Peter Hancock, Psychologe und Ergonomiewissenschaftler an der Universität Zentralflorida (UCF): „Wir stehen grundsätzlich am Übergang von rein menschlicher Kontrolle zu einer Form geteilter Kontrolle.“

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