Sie heilen, beratschlagen, fahren unsere Autos und ersetzen verstorbene Angehörige: Künstliche Intelligenzen könnten bald unseren Alltag bestimmen. Aber ist das gut? Oder verdrängen sie uns vielmehr aus unserer Welt?

TEXT Grzegorz Lindenberg

Die Erschaffung Künstlicher Intelligenz sei das Beste oder das Schlechteste, was der Menschheit passieren könne, sagte Stephen Hawking 2016. Das Beste, denn sie könnte eine Lösung für die Probleme von Krankheit und Armut bringen, und das Schlechteste, denn sie könnte dazu führen, dass die Menschheit von einer künstlichen Superintelligenz ausgelöscht wird, die eigene Ziele verfolgt und eigenen Regeln gehorcht. Mit jedem Jahr, das vergeht, zeigt sich, dass die Vorhersage des großen Physikers keine abwegige war.
Wir Menschen tun uns schwer damit, die Folgen neuer Technologien vorherzusehen. Ein hervorragendes Beispiel ist das Aufkommen des Smartphones vor etwa zehn Jahren: ein vermeintlich tolles Gerät, um sich leichter zu informieren, zu kommunizieren und in der Freizeit zu entspannen. Leider kann es auch abhängig machen. Die mit Smartphones aufgewachsenen amerikanischen Teenager sind zudem die einsamste, unglücklichste, depressivste und am meisten selbstmordgefährdete Untersuchungsgeneration der letzten 30 Jahre. Vor Kurzem hat der amerikanische Psychologe Jean M. Twenge das Buch iGen: Why today’s super-connected kids are growing up less rebellious, more tolerant, less happy and completely unprepared for adulthood (iGen: Warum die supervernetzten Kinder von heute braver, toleranter, weniger glücklich und völlig lebensuntauglich heranwachsen) herausgebracht, das all diejenigen lesen sollten, die meinen, wir wüssten, was wir uns mit unseren Erfindungen einbrocken.

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